katholische Religion

katholische Religion am
Ostalb-Gymnasium

„Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen.“
Papst Franziskus

Das Fach Katholische Religionslehre eröffnet Schülerinnen und Schülern am Ostalb-Gymnasium Bopfingen einen Raum, in dem sie grundlegende Fragen des Lebens, des Glaubens, der Werte und des Zusammenlebens reflektieren können. Im Mittelpunkt stehen Fragen, die junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung begleiten: Wer bin ich? Was gibt meinem Leben Sinn? Was bedeutet Glaube? Wie gehe ich mit Freiheit, Verantwortung, Schuld, Hoffnung, Leid und Glück um? Und welchen Beitrag können christliche Tradition, biblische Texte und katholisches Glaubensverständnis für Orientierung und verantwortliches Handeln leisten?

Auf Grundlage des Bildungsplans Baden-Württemberg fördert der Katholische Religionsunterricht die Schülerinnen und Schüler umfassend und ganzheitlich. Er hilft ihnen, die religiöse Dimension des Lebens wahrzunehmen, christliche Glaubensinhalte zu verstehen, ethische Fragen zu durchdenken und eigene Positionen begründet zu entwickeln. Der Bildungsplan betont, dass das Fach Katholische Religionslehre die Kompetenzentwicklung der Schülerinnen und Schüler in einer umfassenden und ganzheitlichen Weise fördern soll.

Die prozessbezogenen Kompetenzen des Faches gliedern sich in die Bereiche Wahrnehmen und Darstellen, Deuten, Urteilen, Kommunizieren und Gestalten. Schülerinnen und Schüler lernen also, religiöse und ethische Phänomene wahrzunehmen, biblische und religiöse Texte zu deuten, eigene Urteile zu bilden, über Glaubens- und Lebensfragen ins Gespräch zu kommen und religiöse Ausdrucksformen beziehungsweise eigene Beiträge zu gestalten.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Fähigkeit, die eigene Lebenswelt mit religiösen, ethischen und gesellschaftlichen Fragen zu verbinden. Schülerinnen und Schüler setzen sich mit Erfahrungen von Gemeinschaft, Konflikt, Schuld, Vergebung, Freiheit, Verantwortung, Liebe, Hoffnung und Endlichkeit auseinander. Dabei lernen sie, ihre eigenen Fragen ernst zu nehmen und zugleich andere Perspektiven respektvoll wahrzunehmen.

Inhaltlich arbeitet der Bildungsplan mit den Bereichen Mensch, Welt und Verantwortung, Bibel, Gott, Jesus Christus, Kirche sowie Religionen und Weltanschauungen. Diese Themen begleiten die Schülerinnen und Schüler über mehrere Jahrgangsstufen hinweg und werden altersgerecht vertieft. Bereits in den Klassen 5 und 6 werden diese sieben Bereiche als Grundlage des Fachunterrichts ausgewiesen.

Im Bereich Mensch geht es um Identität, Selbstwert, Gewissen, Freiheit, Verantwortung und die Frage nach einem gelingenden Leben. Schülerinnen und Schüler setzen sich damit auseinander, was den Menschen aus christlicher Sicht ausmacht und welche Bedeutung Menschenwürde, Gemeinschaft und persönliche Verantwortung haben. Gerade in einer pluralen Gesellschaft hilft diese Auseinandersetzung, eigene Haltungen zu entwickeln und andere Menschen in ihrer Würde zu achten.

Der Bereich Welt und Verantwortung verbindet religiöse Bildung mit ethischem Handeln. Schülerinnen und Schüler fragen danach, wie Menschen mit der Schöpfung, mit anderen Menschen und mit gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen sollen. Themen wie Gerechtigkeit, Frieden, Nachhaltigkeit, Solidarität, Armut, Ausgrenzung und Bewahrung der Schöpfung zeigen, dass katholische Religionslehre eng mit verantwortlichem Handeln in der Welt verbunden ist.

Im Bereich Bibel lernen die Schülerinnen und Schüler die Bibel als grundlegendes Zeugnis des christlichen Glaubens kennen. Sie erschließen biblische Geschichten, Gleichnisse, Psalmen, prophetische Texte und neutestamentliche Überlieferungen in ihrem historischen und religiösen Zusammenhang. Zugleich fragen sie nach ihrer Bedeutung für heutige Lebensfragen und ethische Entscheidungen.

Die Themen Gott und Jesus Christus eröffnen Raum für zentrale Glaubensfragen: Wie sprechen Menschen von Gott? Warum glauben Menschen? Warum zweifeln Menschen? Was bedeutet Vertrauen? Welche Bedeutung hat Jesus Christus für christliche Hoffnung, Nächstenliebe, Gerechtigkeit und ein verändertes Handeln? Der Bildungsplan greift in den Klassen 7/8 unter anderem auf, dass der Glaube an Gott Konsequenzen für die Lebenspraxis haben kann und dass Jesus zum Umdenken und zu verändertem Handeln herausfordert.

Der Bereich Kirche nimmt die Gemeinschaft der Glaubenden in Geschichte und Gegenwart in den Blick. Schülerinnen und Schüler lernen Kirche als Ort religiöser Tradition, sozialer Verantwortung, Gemeinschaft, Feier und gesellschaftlicher Mitgestaltung kennen. Dabei werden auch Fragen nach Reform, Glaubwürdigkeit, Verantwortung und dem eigenen Platz in Kirche und Gesellschaft angesprochen. Der Bildungsplan nennt beispielsweise aktuelle Formen kirchlichen Wirkens in der Gesellschaft und verbindet mündiges Christsein mit Verantwortung in Kirche und Gesellschaft.

Der Bereich Religionen und Weltanschauungen fördert interreligiöses und weltanschauliches Lernen. Schülerinnen und Schüler begegnen unterschiedlichen religiösen Traditionen, nichtreligiösen Weltdeutungen und persönlichen Überzeugungen. Sie lernen, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu erkennen, religiöse Vielfalt respektvoll wahrzunehmen und eigene Standpunkte im Dialog mit anderen zu klären.

Katholische Religionslehre leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Demokratiebildung. Wer über Werte, Verantwortung, Menschenwürde, Gerechtigkeit und Zusammenleben nachdenkt, entwickelt Grundlagen für ein respektvolles und friedliches Miteinander. Der Unterricht fördert Gesprächskultur, Perspektivwechsel, Urteilsfähigkeit und die Bereitschaft, Verantwortung für andere und für die Gemeinschaft zu übernehmen.

Auch Medienbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung spielen im Fach eine wichtige Rolle. Schülerinnen und Schüler setzen sich mit religiösen und ethischen Fragen auseinander, die ihnen in digitalen Medien, gesellschaftlichen Debatten, Nachrichten, Filmen oder sozialen Netzwerken begegnen. Zugleich werden Fragen nach Schöpfungsverantwortung, sozialer Gerechtigkeit und nachhaltigem Handeln immer wieder aufgegriffen.

So verbindet Katholische Religionslehre am OAG religiöse Bildung, ethische Orientierung, Persönlichkeitsentwicklung, Dialogfähigkeit, kulturelles Verständnis, Demokratiebildung und Verantwortung für die Welt. Das Fach begleitet Schülerinnen und Schüler dabei, eigene Fragen zu stellen, Glauben und Zweifel ernst zu nehmen, andere Perspektiven zu achten und verantwortungsvoll über Leben, Mensch und Welt nachzudenken.

Unsere Lehrkräfte

Dr. Christian Hofmann
(HOF)

Fachvorsitzender

Pater Martin König
(KÖN)

Nach oben scrollen